Kolstad? EHF kündigt Reaktion an

Kolstad? EHF kündigt Reaktion an

Kolstad? EHF kündigt Reaktion an

Erst machte Kolstad Handball durch die Transfers zahlreicher Superstars auf sich aufmerksam, dann wurde bekannt, dass das norwegische Projekt Finanzprobleme hat. Da der Verein in der kommenden Spielzeit für die EHF Champions League gemeldet ist, meldet sich nun auch der europäische Verband EHF in der Angelegenheit zu Wort.

„Im Juli auftauchende Medienberichte über wirtschaftliche Schwierigkeiten und mögliche Gehaltskürzungen bei Kolstad Handball überraschten den Europäischen Handballverband, da er erst durch diese Berichte von der Situation erfuhr“, heißt es in der von der EHF verbreiteten Erklärung.

„Letzte Woche forderte die EHF daraufhin eine Stellungnahme von Kolstad Handball, um Informationen aus erster Hand zu erhalten. Die EHF bat den norwegischen Handballverband außerdem um Informationen zu den nationalen Lizenzierungsverfahren für ihre Vereine.“

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In der Antwort des norwegischen Verbands wurde versichert, dass der Verein alle Kriterien erfülle, um in der Saison 2023/24 in der Königsklasse des europäischen Klubhandballs aufzulaufen. Zudem wurde erläutert, wie es zur Nominierung von Kolstad Handball für den norwegischen Platz in der Champions League gekommen sei.

Wegen Kolstad: EHF will Zulassungskriterien zur Champions League verbessern

Zuvor hatte sich in Person von Frank Bohrmann ein namhafter Kritiker an einer Teilnahme Kolstads an der Champions League zu Wort gemeldet. „Wenn der Verein nicht vollumfänglich seine Verträge erfüllt, muss er aus der Champions League ausgeschlossen werden“, forderte der Boss der Handball-Bundesliga in den Kieler Nachrichten.

Der norwegische Sender TV2 hatte berichtet, dass den Kolstad-Akteuren drastische Gehaltskürzungen drohen. Demnach sollen die Spieler in der anstehenden Saison auf 30 Prozent und im darauffolgenden Jahr auf 20 Prozent ihres Salärs verzichten. Der Klub müsse sein Gehaltsvolumen von umgerechnet 4,6 Millionen Euro auf 1,3 Millionen senken. Dabei sind nicht nur die Spieler mit inbegriffen, sondern auch die Mitarbeiter aus der Verwaltung.

Aus diesem Grund habe sich die EHF nun entschlossen, den „Kriterienkatalog für die Zulassung zur EHF Champions League weiter zu verbessern. Dazu gehört eine Analyse des Spielsystems, basierend auf der aktuellen Vereins- und Marktsituation und im Lichte bestehender Medien- und Marketingverträge.“

Die grundsätzliche Zulassung Kolstads für die Champions League wurde im EHF-Statement verteidigt. Als norwegischer Meister hat das Team sportlich eine Grundlage für die Teilnahme gelegt.

Zudem legte der Verein einen vom norwegischen Verband bestätigten Finanzbericht vor, „aus dem hervorgeht, dass der Verein über alle erforderlichen Ressourcen einschließlich der Finanzen für die Teilnahme an der EHF Champions League verfügt“.

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